Autoverwertung Autobatterie verwerten

Autobatterie: Kraftwerk, Problemkind und SCHATZ der Autoverwertung

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Ohne Batterie fährt kein Auto. Der Satz gilt im doppelten Sinn: Der optisch wenig aufregende Kasten im Motorraum sorgt dafür, dass der Motor überhaupt in Gang gesetzt werden kann. Autobesitzer, deren Batterie irgendwann altersbedingt Schwächeanfälle hat, wissen ein trauriges Lied davon zu singen. Denn und damit ist die zweite Bedeutung angesprochen – die gute alte Anlasskurbel existiert nicht mehr. Die älteren Jahrgänge können sich noch daran erinnern, dass Renault seinem R 4 eine entsprechende Öffnung unterhalb der Motorhaube spendierte, durch die man bei Bedarf die Handkurbel stecken konnte. Bei heutigen Wagen scheint allein die Idee lächerlich. Selbst das Anschieben ist wegen der empfindlichen Katalysatortechnik ein Tabu.

Ohne Batterie läuft oder rollt also gar nichts

Da Batterien im Laufe eines Autolebens ausgetauscht werden müssen, übersteigt die Zahl der Batterien diejenigen der Automobile um einiges. Ein weiterer Aspekt kommt hinzu. Die als Zukunftstechnik propagierten Elektromobile brauchen eine vermehrte Anzahl an wiederaufladbaren Akkumulatoren, im Fachjargon als Sekundärbatterie bezeichnet. Auch die Freude darüber, dass man mittels E-Bike jede Steigung munter bezwingen kann, lenkt von der Tatsache ab, dass auch bei diesen Zweirädern Akkus für den komfortablen Vortrieb sorgen. Die Stromspeicher werden ständig weiterentwickelt und in ihrer Speicherkapazität verbessert. Nach bisherigem Stand der Dinge werden allerdings auch die genialsten Ingenieurleistungen eines der Charakteristika der viereckigen Kraftkerle nicht ändern können: Sie stecken voller Materialien, die nicht in die Umwelt gelangen sollten und die unter die Kategorie „hochgiftig“ fallen. Und wenn in anderen Fällen keine gravierenden Gesundheitsgefährdungen zu befürchten sind, so sind solche Metalle wie Nickel als Allergieauslöser verrufen – der Modeschmuck lässt grüßen.
Allerdings bedeutet gefährlich und hochgiftig noch lange nicht wertlos.

Batterierecycling bringt doppelten Gewinn

Eine ausrangierte Autobatterie der Wiederverwertung zuzuführen, hat also unter zwei Aspekten einen Sinn. Einmal die Vermeidung schwerer Umweltschäden, die unvermeidbar wären, wenn man die gebrauchten Batterien einfach in die Landschaft oder auf eine Deponie werfen würde. Zum anderen sind Fahrzeugbatterien auch kleine Schatzkästchen. Die enthaltenen Stoffe haben einen beträchtlichen Wert. Zudem ist der Aufwand, mit dem diese Stoffe getrennt und einer erneuten Nutzung zugeführt werden können, teilweise wesentlich geringer, als wenn man die gesamte Kette vom Abbau der Metalle, ihrem Transport, ihrer Aufarbeitung, von Neuem in Gang setzen würde.
Autoverwertung – und die Verwertung von Autobatterien ist ein Teil dieser Industrie – erschließt also, sozusagen auf sekundäre Art, Bodenschätze und Rohstoffe, die es in unserem Land teilweise gar nicht gibt.

Der Shredder – der Beginn aller Autoverwertung

Was für den ausrangierten fahrbaren Untersatz gilt – bei dem die Fahrzeugbatterie schon im ersten Bearbeitungsschritt entfernt wurde – gilt auch für die Batterien selbst. Sie kommen in Kontakt mit einer der brutalsten Zerstörungsmaschinen, die die zivile Industrie vorzuweisen hat – dem Hacker oder Shredder. Zwei gegenläufig rotierende, mit Zähnen versehene Walzen zerkleinern das Material.
Im Fall der Autobatterien dient dieser Vorgang dazu, die Gehäuse zu brechen und damit die darin enthaltene Batteriesäure freizusetzen. Damit die prekäre Flüssigkeit nicht in die Umwelt gelangt, werden Vorkehrungen getroffen: Der gesamte Vorgang findet innerhalb einer Edelstahlwanne statt. So kann die Säure restlos aufgesaugt werden. Sie wird anschließend filtriert und in Tanks gelagert, bis sich ein spezialisiertes Unternehmen um ihre Wiederverwertung kümmert.

Ab in den Ofen

Was nach der Shredderbehandlung übrig bleibt, sind aufgebrochene, säurefreie Gehäuse. In jedem sind allerdings einige Kilo Blei enthalten und der nächste Schritt dieser ganz besonderen Unterart der Autoverwertung besteht nun darin, dieses Blei zu lösen.

Dazu werden die Gehäuse, vermischt mit Schlacke in einen Schachtofen eingebracht. Dabei ist die Schlacke diesen Weg schon einmal gegangen.
In regelmäßig Abständen wird die flüssige, glühende Schlacke des Schachtofens in Zuckerhut-förmige Auffangbehälter gegossen. Nach der Abkühlung wird der erkaltete und feste Inhalt der Formen auf den Schlackenplatz gebracht. Die schweren Bleianteile haben sich unten im Tiegel gesammelt. Sie werden als „Bleistein“ bezeichnet und mit einem Bagger von dem Rest, der Schlacke, getrennt. Der Bleistein wird in einem spezialisierten Betrieb weiterbearbeitet, um Blei und Schwefel zurückzugewinnen. Die Schlacke kommt, vermischt mit den Altbatterien, wieder in den Ofen – siehe oben.

Höllenhitze macht das Blei flüssig

Im Inneren des Schachtofens herrschen Temperaturen von etwa 1.200 Grad Celsius. Beheizt wird der Ofen mit Koks. Bei dieser Hitze wird das Blei flüssig, sinkt nach unten und kann aus dem Ofen abgelassen werden. Immer noch um die 450 Grad Celsius heiß, hat die so erhaltene Bleimasse eine Reinheit von 97%. Die Fachleute sprechen von „Werkblei“.
An dieser Stelle erklärt sich auch der Lebenszweck der Schlacke – sie nimmt die Unreinheiten des Bleis auf und erleichtert es, sie getrennt aus dem Ofen auszubringen.

Auch Blei muss raffiniert sein

Werkblei hat eine hohe Reinheit, aber die ist noch nicht ausreichend. Die tonnenschweren Bleibarren werden im nächsten Arbeitsschritt in den gasbeheizten Kessel eines Schmelztiegels verfrachtet. Dort wird das Blei wieder verflüssigt. Ziel dieser Aktion ist die Entfernung von Kupferrückständen aus dem Blei. Um das Kupfer „abzufangen“ wird der flüssigen Masse Schwefel zugefügt. Dadurch entsteht Kupfersulfit, das auf der Oberfläche schwimmt und abgeschöpft werden kann.
Allerdings steht in der Legier-Anlage eines Batterie-Wiederverwerters nicht nur ein einzelner solcher Schmelzkessel. Es sind vielmehr – wie passend – eine ganze Batterie von Kesseln, wobei die flüssige Bleimasse von einem Kessel zum nächsten gepumpt wird. Dabei wird das Blei immer weiter gereinigt, aber auch mit Zusatzstoffen versehen, so dass am Ende des Prozesses die von dem Endkunden gewünschte Bleilegierung in Barren von Industriestandard gegossen werden kann.
Während des gesamten Verarbeitungsdurchgangs werden ständig Proben genommen, um die Reinheit der Bleimasse im betriebseigenen Labor zu prüfen. Ist der angestrebte Reinheitsgrad erreicht, kann die Masse zur Barrengießmaschine gepumpt werden.

Hier ist noch einmal ein wenig unerwartete Handarbeit nötig. Beim Gießen der Bleibarren entsteht auf der Oberfläche eine feste Schicht, die von einem Mitarbeiter entfernt werden muss. Der erwähnte Barren im Industriestandard wiegt 40 Kilo.
Er wird gestapelt, ins Lagerhaus gebracht und wartet nun darauf, einen neuen Lebenszyklus in einer Autobatterie zu beginnen.

Autoverwertung und Alchemie

Der Bogen scheint ein wenig weit gespannt, aber tatsächlich sind die Techniken der Batterieverwertung wenig von dem unterschieden, was die mittelalterlichen Alchemisten in ihren Laboren machten.

Allerdings warten neue Herausforderungen auf die Wiederverwertungsunternehmen. Akkus haben einen anderen Materialmix, verlangen nach verfeinerten Techniken. Die Autoverwertung entwickelt sich zwangsläufig mit der Technik der fahrbaren Untersätze – und bleibt dadurch eine Zukunftsindustrie.

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